Institut für Musikwissenschaft
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Aktivitäten

Eine Übersicht der Aktivitäten am Institut, ohne Konzerte, Gastvorträge und Tagungen bzw. Kongresse

Exkursion ins Internationale Musikinstitut Darmstadt

darmstadt_quadratisch

Montag 27.11.2017 bis Dienstag 28.11.2017

Im Rahmen des Seminars „Die Darmstädter Schule“ unter der Leitung von Magdalena Zorn und Patrick Dziurla besuchten Studierende des Instituts für Musikwissenschaft das Internationale Musikinstitut Darmstadt. An zwei Tagen hatten die Studierenden Zugriff auf das umfangreiche Archiv aus musikalischen Quellen des 20. Jahrhunderts, insbesondere zu den Darmstädter Ferienkursen, die seit 1946 in Darmstadt stattfinden. Die Studierenden konnten aufschlussreiche Erfahrungen im Umgang mit Archivrecherche und Quellenarbeit machen. Dadurch konnten sie sich manchmal einen sehr persönlichen Eindruck der Komponisten, ihrer Denkweise und Kompositionen verschaffen.

 

 Exkursion ins Zillertal im Rahmen der Übung "Feldforschung zur alpenländischen Volksmusik"

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Von 14. bis 15. Dezember 2016 unternahmen Prof. Dr. Thomas Nussbaumer vom Mozarteum Salzburg und Dr. Magdalena Zorn vom Institut für Musikwissenschaft der LMU gemeinsam mit ihren Studierenden eine Exkursion ins Zillertal in Tirol. Der Weg ins musikethnologische "Feld" umfasste die Begegnung mit der traditionsreichen Zillertaler Musikgruppe Schwendberger Geigenmusig, eine Führung im Heimatmuseum Fügen, der Gedenkstätte von "Stille Nacht", sowie den Besuch auf dem Hof von Erich Eberharter, dem Enkel des legendären Musikers Hans Wurm vlg. „Mühlacher" (1877–1955).

Exkursion in die Musikmetropole Prag

prag teaserSamstag, 31. Mai bis Montag, 2. Juni 2014

Zum "Jahr der tschechischen Musik" 2014 fuhren Studierende des Instituts nach Prag. Neben Institutionen des tschechischen Musiklebens stand vor allem das Musikfestival "Prager Frühling" im Zentrum der Exkursion.

Das Jahr der tschechischen Musik 2014 ist einerseits ein Marketingkniff, andererseits aber auch eine willkommene Gelegenheit zur konzentrierten Beschäftigung mit dieser Musik. Zehn Jahre nach dem EU-Beitritt des Landes bot eine Studienfahrt des Instituts für Musikwissenschaft nach Prag die Möglichkeit, das dortige Musikleben aus eigener Anschauung kennenzulernen.
Dabei sollten Orte der Nationalmusik dezidiert un-nationalen Orten gegenübergestellt werden. Vor allem mit dem Tschechischen Nationaltheater und dem Neuen deutschen Theater hat sich der Wettkampf um die kulturelle Vorherrschaft im 19. Jahrhundert ins Stadtbild eingeschrieben. Doch ist nicht zu vergessen, dass die Stadt bis ins 20. Jahrhundert (mindestens) deutsch-tschechisch-jüdisch war. Über weite Etappen ihrer Geschichte erscheinen später bestimmende Kategorien wie zentral – peripher, progressiv – populär, ja sogar deutsch – tschechisch hier aufgehoben, daher lehrte gerade das Beispiel Prag, über gängige Dichotomien hinauszudenken.

Einen kurzen Bericht zur Fahrt finden Sie hier.

Mimesis und spezifisch musikalische Konstruktion in den Tondichtungen von Richard Strauss

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Vortrag von Prof. Hartmut Schick im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesung des Internationalen Doktorandenkollegs MIMESIS als Auftakt des Richard Strauss-Jahres 2014.

Buchpremiere Olivier Messiaen: Traité rythme, de couleur et d'ornithologie

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Zum 20. Todestag des Komponisten wurde die Textausgabe in deutscher Übersetzung von Prof. Dr. Wolfgang Rathert und Kent Nagano als Gast präsentiert. Erstmals liegt nun das monumentale musikschriftstellerische Vermächtnis Olivier Messiaens in einer umfassenden und kommentierten deutschen Auswahl vor. Herausgegeben wurde dies von Wolfgang Rathert, Herbert Schneider und Karl Anton Rickenbacher. Übersetzt von Anne Liebe und Oliver Vogel unter der Mitwirkung von Herbert Schneider. Kent Nagano, einer der herausragenden Interpreten Messiaens und seit langem eng mit Person und Werk vertraut, sprach aus diesem Anlass mit den Herausgebern. Das musikalische Rahmenprogramm mit Werken Messiaens gestalteten Elisabeth Heuberger (Violine) und Stephan Heuberger (Klavier).
Die Publikation wurde ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Ernst von Siemens-Musikstiftung, der Deutsch-Französischen Kulturstiftung und des Vereins der Freunde der Musikwissenschaft München e. V.

Melische Dichtung und Vokalfarbenmusik im Madrigal: Giaches de Wert vertont Tasso

schickDonnerstag, 18. Oktober 2012

Prof. Dr. Hartmut Schick sprach im Rahmen der Abschlusstagung des Internationalen Doktorandenkollegs "Textualität in der Vormoderne" in der Carl Friedrich von Siemens Stiftung.


Kurt Huber und die Volksmusikforschung

Kurt HuberMittwoch, den 29. Juni 2011

Dr. Josef Focht hielt im Rahmen des 100jährigen Jubiläums des Instituts für Musikwissenschaft den dritten Vortrag.
Der Vortrag wurde durch Gesangsbeispiele von Gertrud und Wolfgang Wittkowsky bereichert.

Kurt Huber (1893-1943) zählt in der Erinnerungskultur der Nachkriegszeit zu den prominentesten Vertretern des Widerstands gegen das NS-Regime. Der Musikwissenschaftler und Psychologe verbrachte fast sein gesamtes akademisches Leben an der Universität München. Dabei stand das 'Volkslied' etwa zwei Jahrzehnte im Mittelpunkt seiner Beschäftigung und seiner Lehre am musikwissenschaftlichen Seminar. Der Vortrag beleuchtet Hubers Konzepte, Methoden und Ziele der Sammlung, Vermittlung und Edition des 'Volkslieds'.


Von der Edition zum Konzert: Leonhard Paminger mit Ensemble "Stimmwerck"

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17. Juli 2009 und 07. - 09. August 2009

Die Teilnehmer der Übung "Von der Edition zum Konzert: Leonhard Paminger mit Ensemble "Stimmwerck"" von Dr. Inga Mai Groote und Dr. Katelijne Schiltz recherchierten und verfassten Programmheftbeiträge für ein Konzert des Ensembles 'Stimmwerck' am 17. Juli 2009 sowie die 'Stimmwercktage' vom 7.-9. August 2009 auf dem Adlersberg (Regensburg). Einige Teilnehmer unternahmen auch eine Kurzexkursion zu diesem Festival.


Exkursion mit dem Hauptseminar "Wagners Sängerkriege"

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Samstag, 11. Juli 2009

Das Hauptseminar "Wagners Sängerkriege: Tannhäuser und Die Meistersinger von Nürnberg" von Prof. Dr. Hartmut Schick war am 11. Juli 2009 bei der Premiere der "Meistersinger" der Tiroler Festspiele. Die Exkursion wurde aus Studiengebühren bezuschusst.

 


Vortrag Prof. Dr. Dr. Lorenz Welker beim Pfingstsymposium München zu "Musik und Gefühl"

 

welkerSamstag, 30. Mai 2009

Das Pfingstsymposium München 2009 unter dem Thema "Gefühl und Musik - Musik und Gefühl" vom 29. bis 31. Mai 2009 im Orff-Zentrum München (Kaulbachstr. 16) bietet ein interessantes und vielseitiges Programm mit Konzerten, Vorträgen und Diskussionen. Prof. Dr. Dr. Lorenz Welker hält am Samstag, den 30. Mai, um 15 Uhr einen Vortrag unter dem Titel „Sprache der Gefühle“ oder „tönend bewegte Formen“? Musik und Emotion in historischer, kulturwissenschaftlicher und biologischer Perspektive.

Der europäische Musikbegriff ist in seiner Bedeutung noch jung: Er stammt aus der Renaissance. Infolge des Geist-Seele-Diskurses des 19. Jahrhunderts findet die Scheidung von rationaler, formbestimmter, emotionsresistenter Musik einerseits und gefühlsbetonter und deshalb als „populär“ angesehener Musik andererseits statt.

Einem biologischen Modell zufolge werden jedoch transkulturell nachweisbare Reaktionsmuster auch dann ausgelöst, wenn nur eine rein rationale Verarbeitung beabsichtigt ist. Gefühle werden durch musikalische Formulierungen gegebenenfalls ausgelöst bzw. symbolisiert, bleiben aber hinter echten Gefühlen im Sinne einer Sprache zurück.


Bavaristische Ringvorlesung: Carl Orff

 

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Mittwoch, 28. Januar 2009

Im Rahmen der Bavaristischen Ringvorlesung hält Dr. Bernd Edelmann einen Vortrag zu Carl Orff. Nähere Informationen zur Ringvorlesung finden Sie hier.

 


Ersteinspielung der Sammlung Greghesche

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Wie Wissenschaft die Praxis befruchtet

Das belgische Ensemble Zefiro Torna hat zum ersten Mal die Höhepunkte aus der Sammlung Greghesche von 1564 auf CD veröffentlicht (Et’cetera, KTC 4028). Das Konzept stammt von Dr. Katelijne Schiltz, die auch für die wissenschaftliche Beratung während der Entstehung der CD verantwortlich zeichnete.
1564 erschien in Venedig die Sammlung Di Manoli Blessi il primo libro delle Greghesche. Alle Texte dieser Anthologie stammen von Antonio Molino (1495/1497-ca. 1571), der sie unter seinem Pseudonym Manoli Blessi veröffentlichte. Molino war ein äußerst vielseitiger Künstler, der nicht nur als Schauspieler und Dichter, sondern auch als Komponist tätig war. Die Gedichte der 1564 veröffentlichten Sammlung sind in der so genannten lingua greghesca, einer künstlichen Sprache, in der venezianische und griechische Dialekte vermischt werden, verfasst.
Zu der Anthologie von Greghesche für 4 bis 8 Stimmen trugen alle bedeutsamen Personen der damaligen venezianischen Musikszene ein oder mehrere Stücke bei. Außer Andrea Gabrieli, der mit Molino befreundet war, beteiligten sich sowohl Flamen (wie Adriaan Willaert und dessen Neffe Alvise, Cipriano de Rore, Giaches de Wert und Ivo de Vento) als auch Italiener (wie Annibale Padovano, Costanzo Porta, Claudio Merulo und Giuseppe Guami).
Der Inhalt der Greghesche-Sammlung ist sehr unterschiedlich und bietet ein Nebeneinander von erotischen Texten, panegyrischen Gedichten auf Sängerinnen sowie subtilen Parodien der Poesie Francesco Petrarcas und Pietro Bembos. In der Mitte des Buches stehen außerdem zwei Lamenti auf den Tod des Kapellmeisters der venezianischen Basilica di San Marco, Adriaan Willaert (†1562), deren Inhalt aber – im Einklang mit dem Ton der übrigen Texte – eindeutig burleske Elemente enthält. Der inhaltlichen Vielfalt entspricht das breite Spektrum von Kompositionsstilen. So lehnen sich einige Greghesche mit ihrem homophonen Stil und syllabischer Deklamation an die einfacheren, volkstümlichen Gattungen an. Andere nähern sich durch die polyphone Stimmenbehandlung, besonders starken Textausdruck und rhythmische Kontraste sowie die Verwendung von Chromatik dem Stil des zeitgenössischen italienischen Madrigals.


Myth and Music

Venedig

Interdisziplinäres Seminar an der Venice International University (VIU)

Zwischen dem 24. und 28. November 2008 fand an der Venice International University (VIU) auf der Insel San Servolo in der Lagune von Venedig das interdisziplinäre Seminar „Myth and Music" statt. Gemeinsam mit Studierenden der Religionswissenschaft der Universitäten München (Professor von Brück) und Bayreuth (Professor Berner) ergründete eine Gruppe unter der Leitung von Professor Welker den Bezug von Mythos und Musik. Ein besonderer Fokus lag naheliegenderweise auf dem Musiktheater und hier insbesondere auf Monteverdis „L’Orfeo“, Wagners „Parsifal“ und „Moses und Aaron“ von Schönberg. In der Atmosphäre alter Klostergemäuer erlebten die Studierenden ein sehr intensives und lebhaftes Blockseminar. Besonders bemerkenswert sind wohl die um 22 Uhr beginnenden nächtlichen DVD Opernvorführungen. Wichtig war insbesondere die Erfahrung mit Studierenden einer anderen Fachrichtung in einen thematisch zielführenden interdisziplinären Dialog zu treten. Natürlich bot sich neben dem Seminar auch die Möglichkeit die wunderbare Stadt zu erkunden.


Music in Mesopotamia, 3000-300 BC

Zweistromland

Workshop mit Dr. Sam Mirelman zur Musikkultur des Zweistromlandes (Freitag, 21. November 2008)

Dr. Sam Mirelman ist Research Associate an der School of Oriental and African Studies, London, und arbeitet zur Zeit als PostDoc mit einem DAAD-Stipendium am Institut für Assyriologie und Hethitologie der LMU über Musikinstrumente Mesopotamiens in der Zeit von 3000-2500 v. Chr. In seinem Workshop gibt er Einblicke in das anhand textlicher Belege und archäologischer Funde erst seit neuerer Zeit rekonstruierte Bild der Musikkultur Mesopotamiens.

Abstract und Bibliographie


Musik Stadt Leipzig

Leipzig
Leipzig-Exkursion mit Frau Dr. Inga Mai Groote

Bei der Studiengebühren-finanzierten Exkursion nach Leipzig vom 28. September bis zum 2. Oktober 2008 zum 14. internationalen Kongress der Gesellschaft für Musikforschung stellt sich den Münchner Studenten das Fach Musikwissenschaft in seiner ganzen Vielfalt dar. Einen kurzen Bericht über die Exkursion finden Sie hier.

 


Uraufführung eines von Hartmut Schick edierten Singspiels

Hoffmann

"Liebe und Eifersucht" von E.T.A. Hoffmann

E. T. A. Hoffmann hat sein 1807 komponiertes, stofflich auf Calderóns "La banda y la flor" basierendes Singspiel "Liebe und Eifersucht" zu Lebzeiten nie aufführen können - ein Werk, von dem Hoffmann immerhin meinte: "Wird diese Oper einst gut gegeben, so kann sie meinen Ruf für immer begründen". Das Werk blieb völlig unbekannt und wurde erst 1999 publiziert, nämlich von Hartmut Schick in kritischer Ausgabe ediert (E.T.A. Hoffmann, Ausgewählte musikalische Werke, Band 6-8, Schott Mainz). Auf Basis dieser Ausgabe wurde "Liebe und Eifersucht" im Juni 2008 in Ludwigsburg uraufgeführt, in einer Koproduktion der Ludwigsburger Festspiele mit dem Gärtnerplatztheater München. Das Staatstheater am Gärtnerplatz präsentiert die Uraufführungsproduktion in der gerade beginnenden Spielzeit nun auch an 17 Abenden in München. Die Premiere ist am 27. September 2008.