Institut für Musikwissenschaft
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Die Voraussetzungen

1. Inhaltliche Voraussetzungen:

Wenn Sie Musikwissenschaft studieren wollen, sollten Sie:

  • neugierig sein auf ein breites Spektrum von Musik
  • Noten lesen können sowie Kenntnisse von elementarer Musiklehre vorweisen
  • Interesse haben an historischen, sozialen und kulturellen Kontexten von Musik
  • die Bereitschaft mitbringen, sich in verschiedene wissenschaftliche Methoden, Themen und Fragestellungen selbstständig einzuarbeiten
  • offen sein für interdisziplinäre Perspektiven (z.B. Literatur-, Theater- oder Filmwissenschaft, Soziologie, Psychologie, ...)
  • und vor allem: Freude haben, sowohl über Musik, als auch über ihre Kontexte zu diskutieren und zu schreiben

2. Formale Voraussetzungen:

Wenn Sie Musikwissenschaft studieren wollen, müssen Sie:

  • eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung besitzen
  • erfolgreich am Eignungsfeststellungsverfahren teilnehmen
  • weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren unter dem Punkt: Die Bewerbung

3. häufig gestellte Fragen:

  • "Muss ich ein Instrument spielen können?"
    Es ist sicherlich von Vorteil, wenn man selbst musiziert. Das Institut hat auch einen eigenen Chor und ein eigenes Instrumentalensemble. Verlangt wird Musikpraxis im Studium aber nicht, es wird auch kein musikpraktischer Unterricht angeboten (bis auf das Wahlpflichtmodul Chor&Orchester).
  • "Ist Musikwissenschaft nicht zu trocken?"
    Das Faszinierende an einer Wissenschaft ist im Kern der Gegenstand: Astronomen begeistern sich für die Vielfalt des Universums, Musikwissenschaftler für die Vielfalt der Musik. Je offener und neugieriger man ist, umso mehr Fragen fallen einem dazu ein. Wissenschaft ist DIE Disziplin, die es sich zur Aufgabe macht, die spannenden Fragen zu stellen, nach Antworten zu suchen und das Unbekannte zu finden. Die Vielfalt der Musik lernt man im Studium kennen. Und eben auch die einzigartige Möglichkeit, den faszinierenden Gegenstand zu verstehen und mit seinen eigenen Fragen auf Antworten zu kommen, die vorher noch niemand gegeben hat. Trocken und langweilig ist auf die Dauer nur das, was man schon kennt...
  • "Wieviel Musiktheorie brauche ich"?
    Musiktheoretische Zusammenhänge sollte man im Laufe des Studiums verstehen lernen, um bei der Beschäftigung mit Musik einen soliden Befund erstellen zu können (vgl. Röntgenbild machen). Die musikalische Anlayse und Interpretation - also das eigentlich spannende - geht aber erst danach richtig los (vgl. Diagnose anhand eines Röntgenbildes)! Und: nicht für jede Fragestellung braucht man Musiktheorie.
  • "Was für Berufsaussichten habe ich?"
    Da Musik in sehr vielen Kontexten eine Rolle spielt, sind die beruflichen Orientierungsmöglichkeiten sehr breit gestreut und vielseitig. Mehr dazu unter dem Punkt: Musikwissenschaft, und dann?
  • "Ich möchte ein Instrument / Gesang / Dirigat studieren. Ist Musikwissenschaft eine gute Vorbereitung?"
    Je mehr man über Musik weiß, also wie sie funktioniert oder wie ihr historischer Kontext zu verstehen ist, und je besser man gelernt hat, sich selbst darüber zu informieren, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, später auch in seiner künstlerischen Tätigkeit angemessen kommunizieren zu können, ernstgenommen zu werden und erfolgreich zu sein. Die Synergieeffekte von Wissen um Musik und Musikpraxis kann also jeder nutzen, man sollte aber das Interesse und die Fähigkeit mitbringen, sich auf den wissenschaftlichen Zugang einzulassen.

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