Institut für Musikwissenschaft
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Symposium: Richard Strauss. Der Komponist und sein Werk. Überlieferung, Interpretation, Rezeption

Das Symposium beleuchtet verschiedene Aspekte von Richard Strauss’ kompositorischem Schaffen wie auch seines Wirkens im Musikleben der Zeit. Besondere Schwerpunkte gelten seinem Lebensabschnitt im Wilhelminischen Berlin, Strauss’ Wirken und der Rezeption seines Werkes in den USA sowie Fragen der Überlieferung und Philologie.

Richard Strauss, am 11. Juni 1864 in München geboren und 1949 in Garmisch gestorben, gehört fraglos zu den größten und weltweit erfolgreichsten Komponisten des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts. Als Klassizist beginnend und sich schon früh zum größten Virtuosen in der Orchesterbehandlung entwickelnd, initiierte er um 1889 zeitgleich mit Gustav Mahler den Durchbruch zur musikalischen Moderne, faszinierte und schockierte mit seinen Tondichtungen und Opern die Zeitgenossen, entzog sich aber nach seinem 1909 uraufgeführten expressionistischen Einakter Elektra dem Schritt in die Atonalität der Neuen Musik, was ihm bis heute vorgeworfen wird. Lebenslang galt seine besondere Liebe dem Lied mit Klavier- oder Orchesterbegleitung. Den Schwerpunkt seines Schaffens aber markieren seine Opern, die seit dem Rosenkavalier – Merkmale der Postmoderne bereits vorwegnehmend – auf vielfältige Weise Musikgeschichte reflektieren und Spielarten des Musiktheaters nochmals aufgreifen, oft in ironischer Brechung und mit der Abschied nehmenden Haltung eines Komponisten, der sich am Endpunkt einer zweitausendjährigen Entwicklung der abendländischen Kultur angekommen sah.

Das 2011 gegründete, von Hartmut Schick geleitete Akademieprojekt Kritische Ausgabe der Werke von Richard Strauss unternimmt es, in 25 Jahren den Großteil des Œuvres von Strauss erstmals in historisch-kritisch erarbeiteten, auf umfassenden Quellenvergleichen basierenden Ausgaben vorzulegen. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Forschungsstelle Richard Strauss-Gesamtausgabe an der LMU München arbeiten derzeit daran, 2014/15 die ersten Bände herauszubringen, beginnend mit der Tondichtung Macbeth (in 2 Fassungen), der Oper Salome (inkl. der französischen Fassung), Klavierliedern und Elektra.

Der 150. Geburtstags von Richard Strauss bietet einen willkommenen Anlass, Strauss-Forscher aus aller Welt in München zu versammeln, um bislang weniger beachtete Aspekte des Oeuvres, seiner Überlieferung und Rezeption zu thematisieren und zu diskutieren, aber auch ausgewählte Ergebnisse der Forschungsarbeit im Gesamtausgaben-Projekt erstmals der Öffentlichkeit vorzustellen.

Datum:

Donnerstag, 26.06.2014 bis Samstag, 28.06.2014,
jeweils 9.30 Uhr bzw. 9.15 Uhr bis 18 Uhr.

Ort:

26. und 27.06.: Plenarsaal der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Alfons-Goppel-Straße 11 (Residenz)
28.06.: Hörsaal A 214, LMU München (HGB), Geschwister-Scholl-Platz 1.

Veranstalter:

Bayerische Akademie der Wissenschaften
Forschungsstelle Richard-Strauss-Gesamtausgabe an der LMU München
Verein der Freunde der Musikwissenschaft München e.V.
In Verbindung mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Organisation und Leitung:

Prof. Dr. Hartmut Schick, in Verbindung mit Dr. Jürgen May und Prof. Dr. Wolfgang Rathert

Sektionen der Tagung:

Donnerstag, 26.06.2014    

9.30                        Begrüßung

9.50   - 12.15       I. Richard Strauss und das Orchester

14.00 - 17.45      II. Philologie und Editorik


Freitag, 27.06.2014   

9.15   - 12.40      III. Bühnenwerke

14.15 - 17.45      IV. Die Berliner Jahre von Strauss


Samstag, 28.06.2014     

9.15   - 12.40      V. Richard Strauss und die USA

14.15 - 18.15      VI. Lieder und anderes

 

Im Rahmenprogramm zum Symposium:

Großes Chorkonzert zum 150. Geburtstag von Richard Strauss

mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Peter Dijkstra sowie Georg Blüml (Rezitation) und Anthony Spiri (Klavier).

Liederabend mit Werken von Richard Strauss

mit Anja-Nina Bahrmann (Sopran), Dieter Paier (Klavier) und Andreas Pernpeintner (Moderation).

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