Institut für Musikwissenschaft
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Leopold Mozart Sinfonia in G LMV VII:G7

Leopold Mozarts vermutlich um das Jahr 1760 komponierte dreisätzige Sinfonie in G-Dur (LMV VII: G7) stellt den Modellfall eines Werkes zwischen den Zeiten, d.h. zwischen Tradition und Innovation dar. Im ersten Satz („Molto allegro“), der mehrere einander ähnelnde musikalische Gestalten aneinanderreiht und verarbeitet, trifft schlichte Motivik auf die Dynamik der Variation. Der zweite Satz („Andante“), der in seinem mechanischen Habitus bisweilen an das Gesetz eines Uhrwerks erinnert, überrascht aufgrund von kantilenenartigen Einwürfen der obligaten Hörner. Als in instrumentaler Hinsicht zukunftsweisend erweist sich auch das „Menuetto“ des abschließenden dritten Satzes, in dem sich die Bläserstimmen weit von ihrer harmoniestützenden Funktion lösen und stattdessen eigenes thematisches Material vorstellen.


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