Institut für Musikwissenschaft
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Felix Mendelssohn Bartholdy und Josephine Lang: Lieder und Briefe

Am 18. Juni 2009 fand in der voll besetzten Großen Aula ein musikalisch-literarischer Abend zu Mendelssohns Freundschaft mit der Münchner Komponistin Josephine Lang statt.
Im Jahr des 200. Geburtstags von Felix Mendelssohn Bartholdy erinnern wir an dessen Aufenthalte in München in den Jahren 1830/31. Während seiner großen Bildungsreise durch Europa lernte der junge Mendelssohn in München die hochbegabte 15-jährige Pianistin Josephine Lang kennen und war fasziniert von ihren Liedern, in denen er ein enormes kompositorisches Potential erkannte. Er gab ihr nach seiner Rückkehr aus Italien täglich Unterricht und legte den Grundstein dafür, dass Josephine Lang sich zur wohl bedeutendsten Liedkomponistin des 19. Jahrhunderts neben Fanny Mendelssohn-Hensel entwickeln konnte. Das umfangreiche, mittlerweile v.a. von amerikanischen Wissenschaftlern erforschte und edierte Liedschaffen von Josephine Lang − die nach ihrer Heirat mit dem Dichter und Juraprofessor Köstlin in Tübingen lebte − gilt es hierzulande immer noch zu entdecken. Lebenslang geprägt von Mendelssohn, entwickelte Lang dennoch eine eigene, farbenreiche Tonsprache, die in unserem Konzert den Mendelssohnschen Liedern direkt gegenübergestellt wird, ergänzt durch Klavierstücke von Mendelssohn und Auszüge aus der Korrespondenz, die die lebenslange Freundschaft und Wertschätzung beider illustrieren.

Interpreten:

Christine Müller – Mezzosopran
Anthony Spiri – Klavier
Rezitation: Annegret Müller und Georg Blüml
Einführung: Prof. Dr. Hartmut Schick

 


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