Institut für Musikwissenschaft
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Come heavy sleepe

Im Rahmen der Lehrveranstaltung von Dr. Katelijne Schiltz im Sommersemester 2012 gaben der renommierte Countertenor Franz Vitzthum und der Lautenist Julian Behr am 21. November ein Konzert, bei dem die Todesthematik in all ihren Facetten beleuchtet wurde. Auf dem Programm standen vokale und instrumentale Werke vom Mittelalter bis zum Frühbarock. Die gregorianische Antiphon Media vita in morte sumus erklang - gewissermaßen als Motto - am Anfang. Dann folgten deutsche und spanische Renaissancelieder, in denen die Rolle Marias als Fürsprecherin oder auch kollektive Trauer zum Ausdruck gebracht wurden. Englische Komponisten wie John Dowland und Robert Johnson wiederum bezeichneten in ihren Liedern Come heavy sleepe und Care-charming sleep den Tod als Schlaf und griffen so einen jahrhundertealten Topos auf. Die materiellen und persönlichen Verluste, die der dreißigjährige Krieg mit sich brachte, sind Gegenstand von Johann Hildebrands Sammlung Krieges-Angst-Seufftzer, aus der einige Teile gesungen wurden. Am Schluss des Konzertes stand Henry Purcells Evening Hymn, das mit einem triumphierenden „Alleluia“ endet.

Ort: Sankt Ursula, Kaiserplatz 1, München-Schwabing
Datum:
Mittwoch, 21. November 2012, 20 Uhr

Karten (Abendkasse): 15 Euro / Eintritt frei für Studierende


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